Gin

Bei Gin handelt es sich um einen klaren Branntwein, der auf der Basis von hochprozentigem Neutralalkohol hergestellt und dem neben dem charakteristischen Wacholder weitere Kräuter beigefügt werden. Es werden vier klassische Arten unterschieden: Der trockene Dry Gin, der trockene London Dry Gin und der süßere und würzigere Plymouth Gin. Ferner gibt es den Genever und den Sloe Gin. Bei den Kräutern gibt es keine Beschränkung. Die Vorgaben variieren bei der Beigabe von Farbstoffen oder künstlichen Aromen je nach Herstellungsland und Art des Gins.



Artikel 1 - 27 von 27

Der Name verrät es: Wachholder ist eine der wesentlichen Zutaten dieses alkoholischen Getränks. Die Bezeichnung stammt vom lateinischen Wort für Wachholder: juniperus. Wann und wo genau die ersten Getränke mit Alkohol und Wachholder hergestellt wurden, ist nicht genau bekannt. Seit dem 17. Jahrhundert ist Genever als Arznei in Europa bekannt. Daraus entwickelte sich der Gin, der sich insbesondere in Großbritannien großer Beliebtheit erfreut.

Ginsorten und ihre Charakteristik

DRY GIN – trocken und wacholderbetont
Dry Gin ist ungesüßter Gin, bei dessen Herstellung die aromatisierenden pflanzlichen Bestandteile dem Neutralalkohol in einzelnen Schritten nacheinander zugegeben werden.

LONDON DRY GIN – trocken, gewürzt, ungesüßt
London Dry Gin muss nicht aus der englischen Hauptstadt stammen. Der Name verweist auf die Herstellung, bei der die pflanzlichen Zutaten zusammen gleichzeitig dem Neutralalkohol zugegeben werden, bevor dieser einer weiteren Destillation unterzogen wird.

PLYMOUTH GIN – leicht gesüßt
Im Gegensatz zum London Dry Gin handelt es sich beim Plymouth Gin um eine gesetzlich geschützte Herkunftsangabe. Nur ein Gin, der innerhalb der Stadtgrenzen der Hafenstadt destilliert wurde, darf sich so nennen. Plymouth Gin ist eher fruchtig-süß und hat eine weniger starke Wacholdernote.

GENEVER – süß und aromatisch
Es wird zwischen altem „oude“ und jungem „jonge“ Genever aus Holland unterschieden, wobei „alt“ für die traditionelle Herstellung mit ausgeprägter Malznote steht. Junger Genever ist ein klarer Kornbranntwein, der ein leichtes Wacholderaroma aufweist.

SLOE GIN – süß und fruchtig
Obwohl Sloe Gin in der Aufzählung der genannten Gins aufgeführt wird, handelt es sich eher um einen Likör. Sloe Gin entspricht durch seine Süße und seinem Alkoholgehalt von 15 bis 30% vol. nicht den Anforderungen eines Gins. Geschmacks-und Namensgeber ist die Schlehe.

Gin genießen

Gin pur

Gin wird gekühlt getrunken. Die richtige Temperatur ist entscheidend, wie der Geschmack zur Geltung kommt. Ist er zu kalt, entfalten sich die Aromen nicht richtig. Ist er zu warm, verliert er an alkoholischer Schärfe. 18 °C ist eine gute Durchschnittstemperatur. Wenn diese für einen bestimmten Gin nicht gut passt, kann durch ein oder zwei Grad mehr oder weniger der Gin-Geschmack besser zur Geltung kommen.


Gin & Tonic

Der Klassiker Gin & Tonic ist eine Wissenschaft für sich. Denn es gibt nicht nur eine enorme Auswahl an Gins. Die Angebotspalette des Tonic Water ist ebenfalls umfangreich. Gin und Tonic sollten so gewählt werden, dass sie harmonieren. Das Mischungsverhältnis von Gin und Tonic Water muss ebenfalls stimmen, damit ein guter Drink entsteht. Handelsübliche Tonics lassen sich in verschiedene Sorten einteilen. Das klassische Indian Tonic Water zeichnet sich durch einen sehr ausgeprägten Chinin-Geschmack und Zitruscharakter aus. Dry Tonics sind etwas milder. Tonic Water gibt es außerdem mit fruchtigen, würzigen oder blumigen Aromen.